Mikroröhrchen-Homogenisator
Der Mikroröhrchen-Homogenisator ermöglicht eine schnelle physikalische Zerkleinerung von Proben durch hochfrequente, vibrationsgetriebene Mikrokügelchen. Die meisten Proben werden in etwa 45 Sekunden verarbeitet, was Laborzeit spart und ihn für Labore mit geringem bis mittlerem Durchsatz geeignet macht.
Merkmale
- Parallele Verarbeitung von dreifachen Proben: Unterstützt die gleichzeitige Verarbeitung von bis zu 3 Proben, was die Effizienz verbessert und gleichzeitig die Bedienung einfach hält.
- Ultraschnelle Lyse-Geschwindigkeit: Besser als herkömmliche Gewebemühlen, werden die meisten Zellen oder Gewebe innerhalb von 45 Sekunden homogenisiert.
- Kompakte und platzsparende Struktur: nur 260 mm breit, geeignet für schmale Labortische oder gekühlte Arbeitsstationen.
- Hohe Anti-Kontaminationsfähigkeit: Der vollständig geschlossene Röhrchenbetrieb verhindert eine Kreuzkontamination zwischen den Proben und schützt so die Zuverlässigkeit der Ergebnisse.
- Kompatibilität mit verschiedenen Beads: Unterstützt Glas-, Keramik- und Edelstahlbeads in verschiedenen Größen für unterschiedliche Probenanforderungen.
- Vielseitig für unterschiedliche experimentelle Anforderungen: Verarbeitet effizient Weichgewebe, harte Knochen, eukaryotische Zellen und mikrobielle Proben.
Funktionsweise
Der Mikroröhrchen-Homogenisator verwendet ein hochfrequentes Hin- und Her-Vibrationssystem. Bei Aktivierung vibriert er horizontal mit einer voreingestellten Frequenz und versetzt die Mikrokugeln im Reagenzglas in eine schnelle, zufällige Stoßbewegung. Jede Kugel erzeugt mehrere Hochgeschwindigkeits-Kollisionsbahnen, was zu überlagerten Scher-, Quetsch- und Reibungseffekten mit der Probe führt. Dies verursacht einen Bruch der Zellmembran, eine Fragmentierung des Gewebes und die Freisetzung von Nukleinsäuren oder Proteinen.
Die Lyseeffizienz kann durch Änderung des Perlentyps oder der Laufzeit optimiert werden: Glasperlen für weiches tierisches Gewebe, Keramik- oder Stahlperlen für härtere Pflanzen- oder Pilzproben.
Anwendungsbereiche
- Molekularbiologie: Gewebe-/Zellverarbeitung vor der Extraktion von DNA, RNA und Proteinen.
- Genetische Modifikationsforschung: schnelles Zerkleinern von pflanzlichen/tierischen Geweben, Samen, Blättern.
- Mikrobiologieforschung: Aufbrechen der Zellwände von hartschaligen Mikroorganismen (z. B. grampositive Bakterien, Hefen).
- Forensische Medizin und Kriminalistik: Verarbeitung von mikroskopisch kleinen/spurenartigen biologischen Proben (Haarwurzeln, Nägel, getrocknetes Blut).
- Biopharmazeutische und klinische Forschung: Homogenisierung klinischer Proben (z. B. Krebsgewebe, Lebergewebe) für das Screening von Arzneimitteln.
- Lebensmittelprüfung und Agrarwissenschaft: Homogenisierung vor mikrobiologischer oder Zusammensetzungsanalyse.
- Umweltwissenschaften: Vorbehandlung von Sediment- und Wasserproben für die Nukleinsäureextraktion.